WALDFÜHRUNGEN
Immer wieder begegnen wir Fragen wie
diesen:
Brauchen wir
überhaupt das Holz aus heimischen Wäldern ?
Ist es nicht
besser, die Wälder sich selbst zu überlassen ?
Ist das Jagen wild
lebender Tiere nur Hobby, oder ist es zur Erhaltung der Wälder notwendig ?
Welche Rechte hat
der Waldbesucher?
Wie verhalte ich mich
richtig in Wald und Flur?
Dietrich Graf von Nesselrode
bei einer Forst-Exkursion
Diese Fragen versuchen wir, Inhaber und
Mitarbeiter eines kleinen privaten Forstbetriebes am Rande der Eifel, in Führungen
zu beantworten. Antworten, die vielleicht auch Sie interessieren, denn ...
...
Waldbewirtschaftung liefert ständig und in großen Mengen den dringend
benötigten Rohstoff Holz. Haben Sie sich einmal überlegt, wie ungemütlich es in Ihrer Wohnung aussähe, wenn
dort überhaupt kein Holz zu sehen wäre?
...
Waldbewirtschaftung trägt dazu bei, dass ständig und in großen Mengen
Kohlendioxid gebunden wird, ein Gas, das sich sonst in der
Erdatmosphäre
sammeln würde.
...
Waldbewirtschaftung schafft Einkommen,
und dies ohne jeden Flächenverbrauch, weil der Wald selbst die
Produktionsfläche ist!
...
Waldbewirtschaftung schafft die Infrastruktur für
Erholung, indem sie ein riesiges Wegenetz unterhält!
Wussten Sie schon...
...dass
unsere Vorfahren zur Herstellung ihrer Schuhe Eichenrinde
brauchten
???
...dass in vielen
Gegenden, die heute bewaldet sind, vor 200 Jahren nur Heide zu sehen war ???
...dass eine
Eiche, um ein dicker Baum zu werden, 200
Jahre und mehr braucht ???
...dass nach
Holzeinschlägen in unseren Wäldern nicht etwa weniger Holz steht, sondern mehr
und besseres Holz als vorher ???
...dass Holznutzung
gut für die Erdatmosphäre ist ???
Wir ...
...
sind ein privater Forstbetrieb, der heute in dritter Generation von der Familie
Nesselrode bewirtschaftet wird. Ein
Forstwirtschaftsmeister steht dem Inhaber zur Seite. Unsere
Betriebsflächen haben eine Größe von 527 Hektar. Sie liegen am Rand der Eifel im Bereich des
Mechernicher und Billiger Waldes. Die geringen Niederschläge, im Durchschnitt
vieler Jahre nur 600 Millimeter, und die armen Buntsandsteinböden der Voreifel machen uns die Arbeit nicht einfach. Gerade
deshalb versuchen wir, der Natur nicht zuwider zu handeln, sondern ihre Kräfte
verantwortungsbewusst zu nutzen.
Früher ...
... dienten die Wälder der Voreifel als „Schlagbüsche“ zur Gewinnung der begehrten
Eichenlohe. Ungeregelte Holznutzung führte im Lauf der Zeit zu einem dramatischen
Entwaldung. Um 1800 prägten große Heideflächen das Bild. Im 19.
Jahrhundert pflanzte man auf großen Flächen die genügsame Kiefer. Heute
begegnen wir neben den aus alten Lohschlägen durchwachsenden Eichen jüngeren
Kiefernbeständen, Buchen, Fichten und Douglasien. Dieser ständige Wechsel führt
zu lebendigen, abwechslungsreichen
Waldbildern!
Wir zeigen Ihnen ...
... wie unsere
Vorfahren ihren Lebensunterhalt im Wald verdienten,
... in einer „Zeitreise“ durch die Jahrhunderte,
wie aus kleinen Sämlingen schließlich starke Bäume werden,
... was wir heute
tun, um Holz zu gewinnen, und wie wir damit gleichzeitig den Wald pflegen, und
... mitten im Wald
führen uns alte Gewölbe in die Römerzeit zurück: Wir begegnen dem „Römerkanal“,
einer unter Kaiser Trajan um 100 n. Chr. errichteten
Wasserleitung aus der Eifel nach Köln, ...
... und, wo wir
gerade beim Wasser sind: Zum Abschluss können Sie einen
Blick in das vielleicht kleinste Wasserwerk in Deutschland werfen. In Burgfey bei Mechernich steht die „Pumpenstation“ des Hauses
Hombusch, eine technikgeschichtlich einmalige Kombination von Wasser- und
Elektrizitätswerk. Bis heute beziehen wir unser Trinkwasser
aus unserem 1908 erbauten Wasserwerk!
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