Waldgeschichte 6 (2018-heute)
Seit 2023 führt Johannes Graf von Nesselrode den Forstbetrieb. Im Zuge dieses Generationswechsels wurden im Haus Hombusch von 2018 bis 2020 umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. So war zur Schaffung neuen Wohnraums der Umzug des Forstbüros in die Remise notwendig geworden. Deren baulicher Zustand ließ es zu, das bis dahin als Abstellraum genutzte Obergeschoss mit überschaubarem Aufwand zu einem Büro umzufunktionieren. Nach Einbau einer Stahlbetontreppe in das Erdgeschoss dient der Remisenkeller heute als Lager und Werkstatt für forstwirtschaftliches Gerät und Fahrzeuge. Das Obergeschoss wiederum wurde mit einem Treppenhaus aus Furnierschichtholzplatten erschlossen. Dort entstanden sodann im Zuge einer „Haus-im-Haus-Lösung“ gut belichtete Büroräume. Dabei haben wir uns in der Bauausführung im Wesentlichen auf die Baumaterialien Holz und Glas beschränkt. Die neuen Büroräume konnten im März 2020 bezogen werden. Der BDA Bonn-Rhein-Sieg hat die Qualität dieses Projektes im Rahmen des Architekturpreises 2023 mit einer Anerkennung gewürdigt. Unterhalb von Haus Hombusch wurde im Dezember 2024 eine neue Maschinenhalle in Betrieb genommen.
Das Jahr 2018 war gleichzeitig das erste von drei Dürrejahren in Folge, denen bis auf ganz geringfügige Reste unsere Fichtenbestände zum Opfer fielen. Der Harzfluß der Fichte, abhängig von einer guten Wasserverfügbarkeit, setzte aus, sodass diese Baumart gegenüber den Angriffen der massenhaft auftretenden Borkenkäfer wehrlos war. Aber auch Eiche, Buche und selbst die genügsame Kiefer leiden unter den in jüngster Zeit immer häufiger vorkommenden Dürrejahren.

